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Reibungsloser Wechsel

14.10.2020

Folgender Artikel über uns erschien in der Oktober-Ausgabe des IHK-Magazins „Wirtschaft in Ostwürttemberg“ von 2020:

 

Reibungsloser Wechsel – Matthias Meyer-Böhringer lenkt seit Jahresbeginn zusammen mit Josef Götz die Geschicke des Unternehmens

 

Es war schon lange sein Wunsch, sich selbstständig zu machen. Rund ein Jahr lang hat Matthias Meyer-Böhringer ein Unternehmen gesucht, mit dem er dieses Ziel  umsetzen konnte. Und ist dabei auf die Firma Multipac in Ellwangen gestoßen. Dort wollte mit Georg Himmer einer der beiden Geschäftsführer ausscheiden und es ging darum, seine Nachfolge zu regeln. Matthias Meyer-Böhringer war Himmers Wunschkandidat und so lenkt er seit Jahresbeginn zusammen mit Josef Götz die Geschicke des Unternehmens. Meyer-Böhringer hat sich damit nun den Wunsch erfüllt, auf den er hingearbeitet hat. Und er fühlt sich sehr wohl dabei.

Für seine neue Aufgabe bringt er eine solide Ausbildung und viel Erfahrung in anderen Unternehmen mit. Aufgewachsen in Baiersbronn im Nordschwarzwald hat Meyer-Böhringer bei der Unternehmensgruppe fischer in Waldachtal-Tumlingen, dem Hersteller der weltbekannten Dübel, den Beruf des Industriekaufmanns erlernt, die Fachhochschulreife erworben und seinen Zivildienst abgeleistet und danach an der Fachhochschule Offenburg Technische Betriebswirtschaft studiert. Sein Praxissemester machte er bei der Firma Wegmann automotive in Würzburg, für die er im Anschluss an das Studium für fünf Jahre nach China ging. „Als ich dort in der Niederlassung in der Nähe von Shanghai anfing, war ich Mitarbeiter Nummer vier“, erzählt Meyer-Böhringer, „als ich ging, waren wir 150 Beschäftigte. Es war eine tolle Zeit!“

Die folgenden fünf Jahre war er Referent der Geschäftsführung bei dem Familienunternehmen Karl Storz in Tuttlingen. Die Stadt gilt als Weltzentrum der Medizintechnik. Mit seinen 8000 Mitarbeitern ist das Unternehmen einer der führenden Anbieter von Endoskopen.

Aber da war immer noch das Ziel, sich selbstständig zu machen, das Meyer-Böhringer nun zu Multipac und auf die Ostalb geführt hat. Während er sich hier als Geschäftsführer vorrangig um den Vertrieb kümmert, ist Götz für die technische Seite zuständig. Ihr gemeinsames Ziel ist ein weiteres gesundes Wachstum des Unternehmens.

Ein großer Kunde ist von je her die Firma Varta, in deren unmittelbarer Nachbarschaft auch das Betriebsgebäude von Multipac steht. Mit Varta hat ja alles angefangen, erzählt Götz. Er und Himmer hatten nämlich dort gelernt, hatten das Unternehmen zum Studium verlassen und waren dann wieder zu Varta gekommen. Als Götz’ Frau wieder ins Berufsleben zurückkehren wollte, fingen sie in der Scheune des elterlichen Hauses in Röhlingen damit an, per Hand für Handelskonzerne in einer eigenen Konfektionierung Waren zu verpacken. Nach und nach fanden anfangs in dem kleinen Lohnbetrieb Menschen mit Handicap von der Rötlenmühle eine Beschäftigung mit der Handverpackung von Waren.

Das Unternehmen wuchs und im Jahr 2000 war klar, dass es ohne Maschinen nicht mehr geht. In einer Halle „Im Mühlgraben“ wurde die erste, von Varta beschaffte Maschine aufgestellt und es schlug die Geburtsstunde der Multipac GmbH. Die Geschäftsführung übernahmen Josef Götz und Georg Himmer, die bei der Varta ausschieden.. Bis heute ist Varta der Hauptkunde, dessen Produkte Multipac verpackt und für den Weitertransport bereitstellt. Hinzu gekommen sind im Laufe der Jahre weitere namhafte Kunden aus der Region und weit darüber hinaus. Gewachsen ist auch der Maschinenpark, der technisch stetig anspruchsvoller wird

Multipac hat inzwischen 110 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Drei-Schicht-Betrieb ihrer Arbeit nachgehen. Hinzu kommen 150 Frauen und Männer, die auf  450-Euro-Basis beschäftigt sind. Diese Mischung, sagt Götz, ist das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens. „Unsere Wettbewerber sind in Bulgarien“, erläutert er, „und dort ist der Mindestlohn deutlich niedriger als in Deutschland.“ Multipac kann dennoch mithalten dank seiner Flexibilität und dank seiner Schnelligkeit. Götz: „Wenn die Ware heute bei uns hereinkommt, ist sie morgen verpackt im Lastwagen.“

Der Wechsel in der Geschäftsführung hat reibungslos funktioniert und wirtschaftlich ist das Unternehmen Götz zufolge bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen.

Die MultiPac-Geschäftsführer Matthias Meyer-Böhringer und Josef Götz

Viele neue Themen mit einem aktiven Marketing, Digitalisierung, Robotik und nachhaltige Verpackungslösungen, die unter der Marke Multipac Green angesiedelt sind, nehmen stetig mehr Raum ein, um das Unternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern für die nächsten Jahre auszurichten und um auch den bestehenden und neuen Kunden weitere Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.